Saitenwechsel

Ein Projekt zum Festjahr 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland. Dieses außergewöhnliches Projekt haben 14 Schüler:innen der Stuttgarter Musikschule unter der Leitung von Katharina Berrio Quintero und Corinna Hentschel-Stavi selbst mitgestaltet.
Ein ganzes Jahr lang haben sich die Teilnehmer:innen mit jüdischer Musik und Literatur auseinandergesetzt und freuen sich, nun ihre Ideen und Eindrücke in einem spannenden Konzertformat präsentieren zu können.

Die Idee der Projektleiterinnen war es, Jugendlichen zwischen 14-20 Jahren die Möglichkeit zu geben, in alle Bereiche der Konzertkonzeption hineinzuschnuppern, um so eine umfassende Idee des Musikerberufs zu bekommen. Dazu gehört nicht nur die thematische und geschichtliche Auseinandersetzung, die Organisation von Konzerttag, -Ort und -Ablauf, die Produktion einer CD, das Gestalten von Plakaten und Booklet, sondern auch das Verfassen von Berichten über das Projekt, wie hier im Folgenden.

Konzerte der Stuttgarter Musikschüler zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Als Jugendlicher schon eine eigene CD professionell aufnehmen - diese Möglichkeit bekommen nur Wenige. Wir haben diesen Schritt unseres Projektes erst kürzlich erfolgreich abgeschlossen.

Aber erst einmal über uns:

Wir sind Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 20 Jahren, die sich seit ca. 8 Monaten anlässlich des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ mit jüdischer Kultur, Geschichte und vor allem auch Musik auseinandersetzen. Begleitet werden wir dabei von Katharina Berrío Quintero (Klavierlehrerin an der Musikschule Stuttgart) und Corinna Hentschel-Stavi (Geigenlehrerin an der Musikschule Stuttgart), die das Projekt ins Leben gerufen haben. Ohne deren Engagement und deren Ideen wäre kaum eine solch interessante und vielfältige Reise durch jüdische Kultur und Geschichte entstanden. sowie wertvolle Schritte, die unsere musikalische Entwicklung sehr voran gebracht haben.

Was genau haben wir gemacht?

Natürlich musste unser Projekt aufgrund der Pandemie erst einmal online stattfinden.
Eingeschränkt hat uns das dank aller digitalen Möglichkeiten jedoch kaum. In unseren ersten wöchentlichen Treffen befassten wir uns hauptsächlich mit der Geschichte. Auf dieser Reise durch die Zeit „besuchten“ uns immer wieder Personen jüdischen Glaubens und erzählten uns über sich und ihre Erfahrungen. Dieser Austausch blieb auch erhalten, als die ersten Präsenztreffen möglich wurden. Während wir online weiter gemeinsam an unserem Programm für Konzerte und dem dafür notwendigen öffentlichen Auftreten arbeiteten, durften wir bei einem Synagogenbesuch und einer Stadtführung, basierend auf dem Thema des Projekts, noch tiefer in Religion und Geschichte eintauchen. Wir erfuhren vieles über jüdische Glaubensgrundsätze, sowie über Gebote und Verbote wir lernten die Geschichte des Stuttgarter Nordbahnhofs vor Ort kennen und wir konnten besser verstehen, was Olympia während der NS-Zeit für jüdische Sportlerinnen und Sportler bedeutete.

Trotz der verkürzten Zeit für musikalische Proben, die vor den Sommerferien endlich beginnen
konnte, gelang es uns, mit Hilfe unserer Musiklehrer und Projektleiterinnen, ein
abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Nach vielen Einzel-, Ensemble-, und
Tuttiproben erreichte es erst kürzlich einen seiner Höhepunkte: Wir durften unsere eigene CD
aufnehmen!

Auch wenn es anfangs noch ungewohnt war, konnten wir uns schnell auf die Situation und diese Art von Arbeit einstellen. Unser Tonmeister Tobias Hoff, hat uns hierbei sehr geduldig und doch immer nach Präzision strebend, begleitet. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Erfahrung machen durften.

Zusätzlich wurde sogar der SWR 2 auf unser Projekt aufmerksam, und besuchte uns für eine Reportage, die am 11. November ausgestrahlt werden soll. Nachdem mit der CD-Aufnahme nun ein großer Schritt geschafft ist, stehen jetzt die Konzerte auf dem Plan.

Beitrag über das Projekt auf SWR2 bitte hier klicken.

Was erwartet Sie dabei?

Zu unserem Projekt gehört ja, wie eingangs beschrieben, viel mehr als nur Musik. Unsere Arbeit für die Konzerte bestand vor allem darin, eine passende Mischung aus Musik, Literatur und Geschichte zu finden. Dementsprechend besteht auch das Konzertprogramm aus literarischen, musikalischen und kleinen schauspielerischen Einlagen. Sie können sich also auf einen abwechslungsreichen Abend freuen. Lassen Sie sich überraschen!

Die Termine

  • Samstag, 13.11.2021, 19.00 Uhr
    Paul-Gerhardt-Zentrum Stuttgart-West
    Rosenbergstraße 194B, 70193 Stuttgart
  • Sonntag, 21.11.2021, 16.30 Uhr
    Robert-Bosch-Saal, Stuttgarter Musikschule
    Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
  • Donnerstag, 9.12.2021, 19.00 Uhr
    Theaterhaus Stuttgart
    Siemensstraße 11, 70469 Stuttgart

Alle Informationen zu den Konzerten – auch zur Anmeldung - erfahren Sie auf der Homepage des Vereines Haus Abraham e.V. - www.haus-abraham.de
Außerdem können Sie auf Youtube, unter https://www.youtube.com/watch?v=k6QfWC-R658, auch unseren Film zum Projekt ansehen.
Wir hoffen, wir konnten Sie für unser Projekt begeistern, und freuen uns, Sie bei einem unserer Konzerte begrüßen zu dürfen.

(Erstellt am 11. November 2021)

Hauptstandort

Stuttgarter Musikschule
Rotebühlplatz 28
70173 Stuttgart
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Fahrplanauskunft
E-Mail stuttgarter.musikschule@stuttgart.de
Telefon (07 11) 21 66 62 20