Jahreskonzert des Fördervereins

Am Sonntag, den 30. November 2025, spielte das Jugendsinfonieorchester Stuttgart unter Leitung von Alexander Adiarte das Jahreskonzert des Fördervereins der Stuttgarter Musikschule.

schwarz-weiß Foto, Orchester auf der Bühne vor Publikum
Jugendsinfonieorchester Stuttgart unter der Leitung von Alexander Adiarte

Im gut gefüllten Mozartsaal der Stuttgarter Liederhalle herrschte gespannte Stille, als die Türen aufgingen und die jungen MusikerInnen (67 an der Zahl) fröhlich auf die Bühne strömten, um sich zielsicher ihren Platz zu suchen. Sie eröffneten das Konzert mit dem ersten Satz aus Beethovens Sinfonie Nr. 1. Nach einer ruhigen, feierlichen Einleitung führte Alexander Adiarte sehr einfühlsam und differenziert in den Allegro Teil über. Satter Tuttiklang und musikalisch schön herausgearbeitete Stimmen wechselten sich ab. Die Freude am Musizieren und die große Aufmerksamkeit im Orchester übertrugen sich schnell auf das Publikum.

Anschließend stellte Herr Wolf Engelbach den Förderverein der Stuttgarter Musikschule vor, der die musikalischen Aktivitäten, wie das heutige Konzert, sowie Konzertreisen tatkräftig und finanziell unterstützt, aber auch bedürftige und begabte Schüler besonders fördert. Durch Mitgliedschaft, Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit kann jeder einen wertvollen Beitrag leisten. http://www.foerderverein-musikschule.de/

Das zweite Werk war das Violinkonzert (Op.35) von Tschaikowski, eines der bekanntesten und technisch anspruchsvollsten Werke des Violine Repertoires. Elisabeth Gühring (*2009) beeindruckte durch ihr künstlerisch hervorragendes Violinspiel, musikalisch dargeboten auf der im warmen Ton klingenden Geige von Lorenzo Storioni. Virtuose Partien meisterte sie mühelos und souverän - ruhige Phrasen spielte sie einfühlsam mit innigem Klang. Dabei schuf sie zusammen mit dem Orchester vielseitige Klangfarben und Stimmungen. Das Orchester begleitete sie gefühlvoll und verstand es, die Solistin nicht zu übertönen, sondern ihre melodischen Bögen zu untermalen. In ihren Solopartien begleitete sie sich phrasenweise selbst und brilliert auch in der Kadenz durch Virtuosität und Musikalität, die den Zuhörer in ihre Bahn riss. Der zweite Satz bildete einen ruhigen, versöhnlichen Gegenpol zum ersten Satz - zart und mit träumerischen Kantilenen. Hierin führte die Sologeige ein musikalisches Gespräch mit den verschiedenen Orchesterstimmen, ganz besonders mit den einzelnen Holzbläsern. Das Werk schloss mit dem dritten Satz, einem energischen Finale mit markanten Rhythmen – voller Leben und Energie. Auch hier beeindruckte das Orchester durch differenziertes Zusammenspiel und wunderbar ausgearbeitete Überleitungen. Der langanhaltende Beifall des begeisterten Publikums wurde durch eine Zugabe belohnt: Elisabeth spielte Paganini – ebenso mühelos wie virtuos.

Violinsolistin spielt vor dem Orchester stehend
Solistin Elisabeth Gühring

Nach der Pause erklang die L’Arlésienne Suite Nr. 2 (Satz 1 bis 4) von Bizet. Das Orchester überzeugte auch hier durch einen ausgewogenen, vollen Klang, durch farbige Holzbläser, warme Streichertexturen, opulente Blechbläser und gelegentliche Harfen- oder Harpsichord-ähnlichen Akzente. Besonders schön waren die musikalischen Zwiegespräche im dritten Satz zwischen Harfe und Flöte, in die sich schließlich auch weitere Stimmen einmischten. Das Publikum freute sich als Zugabe noch einmal die Farandole, den fulminanten Schlusssatz, hören zu dürfen, in dem Schlagzeug und Blechbläser besonders schön zur Geltung kamen.

Rundum war der Konzertabend ein eindrucksvolles Erlebnis, bei dem man die Freude am Musizieren - gepaart mit technischer Fertigkeit und feinfühliger Musikalität - miterleben durfte.

Fotos: © Matthias Feist 
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(Erstellt am 16. Dezember 2025)

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