Konzertreise nach Japan – Junges Kammerorchester und Ensemble Serenata

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Mittwoch, 12.6.2019, Generalprobe für Japan

Foto © Elias Fadani

"Takt 7, bitte fortissimo spielen!" Alle sind voll konzentriert. Dirigent Alexander Adiarte feilt an der Dynamik in Joseph Haydns Sinfonie Nr. 104. Generalprobe im Treffpunkt Rotebühlplatz, Karl-Adler-Saal, 16 - 20 Uhr. 

Foto © Elias Fadani

Auch im Stehen spielen will geprobt sein. Dirigent Oliver Hasenzahl, das Junge Kammerorchester und das Ensemble Serenata arbeiten am richtigen Tempo in der Ouvertüre "Cosi fan tutte" von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit Verve, aber trotzdem stabil im Puls.

Foto © Elias Fadani

Linus Dönneweg, einer der beiden Solisten der Japantournee, lässt geschmeidig die Finger über die Tasten gleiten. Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Ein Stück voller Vitalität und Tiefgang.

Donnerstag, 13.6.2019

Foto © Oliver Hasenzahl

Die letzten Kleinigkeiten werden geklärt. Sind genügend Notenständer für die Konzerte in Tokyo vor Ort? Auf was werden in Japan eigentlich die Flügel gestimmt? In erster Linie heißt es jetzt aber KOPFFERPACKEN. Auf jeden Fall mit dabei die extra angefertigten Kaputzenpullis für alle.

Freitag, 14.6.2019

Foto © Alexander Adiarte

Bus Transfer nach Frankfurter Flughafen. Abfahrt Rotebühlplatz um 12.00 Uhr. Ankunft Frankfurter Flughafen um 15.00 Uhr. Alles läuft nach Plan!

Foto © Oliver Hasenzahl

Wer Kontrafagott spielt, darf kein Schwächling sein. :-) Elias Fadani (Kontrafagott und Tourfotograph)

Foto © Elias Fadani

Fliegen heißt zunächst: warten, warten, warten...

Foto © Elias Fadani

Das Flugzeug steht bereit. Alle großen Instrumente sind im Bauch des Fliegers (klimatisiert), alle anderen Instrumente dürfen an Bord.

Samstag, 15.6.2019

Foto © Oliver Hasenzahl

10 Stunden und eine schlaflose Nacht später...

Foto © Elias Fadani

... begrüßt uns Tokyo mit Regen. Ankunft vor dem Hotel. Alle  Reisepässe werden eingesammelt und kopiert. Die Sicherheitsbestimmungen in Japan sind hoch.

Foto © Elias Fadani

Die Stimmung ist bestens. Abendessen in einem traditionellen Lokal und in Strümpfen. Erste Höflichkeitsregel in Japan: Schuhe ausziehen beim Betreten eines Hauses.

Foto © Elias Fadani

Modernes Japan. Ganz fortschrittlich wird per Tablet bestellt.

Foto © Elias Fadani

Nächtliche Impressionen vom Rückweg zum Hotel. 

Foto © Elias Fadani

Sonntag, 16.6.2019

Foto © Oliver Hasenzahl

Nach dem Frühstück im APA Hotel Tokyo Ojima bemerken wir, dass sich noch nicht alle von der langen Flugreise erholt haben. Vor allem, als sich zwei Schlafmützen zügig der Gruppe anschließen müssen, die schon Richtung Goethe-Institut aufgebrochen ist.

Foto © Oliver Hasenzahl

Endlich in der richtigen U-Bahn! Dort ist es sehr ruhig. Eigentlich. Wäre da nicht dieses deutsche Orchester...

Foto © Oliver Hasenzahl

Kontrabassist Peter Perivoitos sucht nach einer Lösung: Wie passen 26 Musiker + ein Flügel auf eine Bühne mit 10 Meter Länge und 4 Meter Tiefe? Antwort: Das funktioniert nicht! Lösung: Die Streicher spielen im Stehen - vor der Bühne. Darauf folgt die Anspielprobe und eine sehr gastfreundliche Stärkung durch das Goethe-Institut Tokyo. Kurz darauf sehen wir die ersten Zuhörer vor dem ausverkauften Saal warten, obwohl das Konzert erst um 14 Uhr beginnt. 

Foto © Alexander Adiarte
Foto © Oliver Hasenzahl

Großer Applaus für das Junge Kammerorchester Stuttgart, das Ensemble Serenata, die beiden Solisten Linus Dönneweg (Klavier), Linoel Martin (Violoncello)und die Dirigenten Alexander Adiarte und Oliver Hasenzahl. Das Programm mit zwei Mal Mozart (Klavierkonzert Nr. 21 und der Ouvertüre Cosi fan tutte), Saint-Saens Cellokonzert a-Moll und der Haydn Sinfonie Nr. 104 kommt beim Publikum gut an. Das Konzert wird zu einem tollen Auftakt für die Reise. Im Nachhinein spüren wir die Müdigkeit deutlich ;-).

Foto © Elias Fadani

Es folgt ein herrlicher Spaziergang zum Meiji Shrine. 

Foto © Oliver Hasenzahl

Der Versuch, ein Gruppenfoto zu machen, holt den Sicherheitsbeamten auf den Platz. Liegen ist hier verboten!

Foto © Elias Fadani

So ist es korrekt! Eine strahlende Abendsonne leitet uns weiter zum hochgestreckten Shibuja Gebäude, dem Rathaus von Tokoy. 

Foto © Elias Fadani

Von weit oben haben wir einen atemberaubenden Ausblick über die Stadt, die noch etwas von der bereits ungtergegangen Sonne beleuchtet wird. 

Foto © Elias Fadani
Foto © Elias Fadani

Der Blick reicht bis zum Vulkan Fuji. Jetzt trotzdem schnell zum Abendessen. Gar nicht einfach, ein Lokal für 38 Personen zu finden.

Foto © Elias Fadani
Foto © Elias Fadani

Nach einem leckeren Abendessen geht es zurück zum Goethe-Institut, Instrumente und Taschen holen. Der optimale Abendspaziergang, um jeden in einen sicherlich tiefen Schlaf fallen zu lassen. 

Montag, 17.6.2019

Foto © Elias Fadani

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Aber, was heißt da früh ;-) Wenn es in Tokyo 7 Uhr ist, dann ist es bei uns in Deutschland Mitternacht. Hier ist also die „mitternächtliche" Jogginggruppe (von links nach rechts): Elias Fadani, David Walter, Peter Perivoitos, Alexander Adiarte und Oliver Hasenzahl.

Foto © Elias Fadani
Foto © Elias Fadani

Nach dem Frühstück tauchen wir in das bunte Treiben von Shibuya ein. Shibuya ist das Einkaufsparadies für junge Leute und einer der 23 Stadtbezirke von Tokyo-Yokohama.

Foto © Oliver Hasenzahl

"Alles mir nach!" Musikschuldirektor Friedrich-Koh Dolge lotst uns sicher durch die 38-Millionen-Megacity. Die U-Bahnen werden täglich von 8,5 Millionen Fahrgästen benutzt. Wir hatten nur eine Irrfahrt und niemand ist uns verlorgen gegangen (beladen mit Instrument und Fracktasche). Das soll ein anderer "Guide" erstmal toppen.  

Foto © Alexander Adiarte

Gefunden! Unser zweites Konzert ist in der Kreuzkriche. Eine kleine Oase mitten in der Stadt. Traumhaft schön hier. Die Kreuzkirche gehört zur Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache Tokyo-Yokohama. 

Foto © Alexander Adiarte
Foto © Oliver Hasenzahl

"Das Chaos habe ich nicht verursacht!" Cellist Lionel Martin steht bereit für das Saint-Saens Cellokonzert a-Moll.  

Foto © Oliver Hasenzahl

Die letzten Takte der Haydn-Sinfonie Nr. 104 unter dem Dirigat von Alexander Adiarte sind verklungen. Bravo! Es war ein besonderes Konzert, mit einer tiefen Verbindung zwischen den Musikern, den Musikerinnen und dem Publikum. 

Dienstag, 18.6.19

Foto © Elias Fadani

Ein bisschen Mathematik. 4 + 4 = 8. Soweit alles klar. Instrumente + Flugreise ist gleich: viele Uniformierte, gezückte Maßbänder, Stress....

Foto © Alexander Adiarte

... noch mehr Uniformierte, noch mehr Stress, noch weniger Lösung.

Foto © Elias Fadani

Endlich über den Wolken. Hier ist die Freiheit grenzenlos, wie es so schön bei Reinhard Mey heißt. Ach, übrigens, es hätten doppelt so viele Instrumente ins Flugzeug gepasst. 

Foto © Oliver Hasenzahl

„Konnichiwa!“  sagen die beiden Damen und verbeugen sich. Ankunft am Flughafen Sapporo. Wir müssen nicht suchen, wir weren abgeholt. Wir sind im Land der Organisation und Höflichkeit. Der Bus zur Abfahrt nach Tomakomai steht bereit. Die Hafenstadt liegt auf der Halbinsel Hokaido und hat 170.000 Einwohner.

Foto © Oliver Hasenzahl

Unterwegs steigen die ersten aus. Die Jugendlichen sind in Gastfamilien untergebracht. Sie wohnen in Tempeln bei buddhistischen Priestern und ihren Familien.

Foto © Elias Fadani

Dieses Erlebnis kann das beste Hotel am Platz nicht bieten. Daniel Hörmann (Fagott), Daniel Nemtsov (Cello) und Lionel Martin (Cello) haben Platz genommen zu einer kleinen Erfrischung. Im Vordergrund ihre Schlafstätten.

Foto © Kelar Frank

Ein goldener Schrein. Auch Amelie Seiler  (Horn) und die beiden Flötistinnen Jule Stegemann und Kelar Frank wohnen im Tempel.

Reisebericht Kelar Frank

„Wir treten in den Teil des Wohnhauses ein, der der Tempel ist, und sehen einen großen Raum, in dem ein goldener Schrein mit buddhistischen Statuen steht. Weiter hinten befinden sich drei miteinander verbundene Räume, ausgelegt mit Bambusmattem, bei dessen Anblick sich sofort die Besorgnis verbreitet, auf nacktem Boden schlafen zu müssen, was sich allerdings für uns später als ein Irrtum herausstellt. Obwohl unser japanischer Wortschatz nur aus 3 Wörtern besteht, schaffen wir es trotzdem durch Mimik, Gestik und einem Google Übersetzer, uns erstaunlicherweise gut zu verständigen.Es gibt frisch zubereitetes Abendessen und lässt uns die bereits herzliche Gastfreundschaft deutlichst spüren.„

Foto © Elias Fadani

Dirigent Oliver Hasenzahl bespricht das Tempo. Mozarts Klavierkonzert Nr. 21 wir am nächsten Tag mit drei jungen, japanischen Solisten gespielt. Jeder spielt einen Satz.

Foto © Elias Fadani

Die Solisten haben sich sehr gut vorbereitet. Auch wenn die Nervosität zunächst hoch ist, klappt der erste Durchlauf gut.

Foto © Elias Fadani

In der Probenpause probiert der Nachwuchs Instrumente aus ;-)

Reisebericht Kelar Frank

„Als wir uns nach der Probe wieder im Tempelbereich befinden, werden wir von Herzlichkeit überschüttet, denn es findet ein gegenseitiges Überreichen von Geschenken statt. Von der Seite der Gastgeber gibt es japanische Snacks und frischbezogene traditionelle Schlafmatratzen, die uns nun ins Land der Träume ziehen lassen.„

Kommentare (6)

Danke ... (Pfarrehepaar Roth-Tyburski) 19.06.2019 04:16
für einen beeindruckenden und schönen Konzertabend bei uns in der Kreuzkirche! Viel Freude weiterhin in Japan!

Weiterhin guten Appetit! (Hans-Peter Hörmann) 17.06.2019 15:23
Den ratzeputz leeren Schüsseln nach zu urteilen scheint das Essen ja gut zu schmecken. Vielen Dank für die tollen Bilder und daß wir etwas mit durch Japan reisen dürfen. Viele gelungene Konzerte, weiterhin guten Appetit und eine schöne Reise.

Japan-Konzertreise (Andrea Keller) 16.06.2019 18:41
Vielen Dank für die Fotos Elias und Herr Hasenzahl! Wunderbar, so teilhaben zu dürfen. Viel Erfolg und bleibende Eindrücke und Erfahrungen!

Super Start und tolle Impressionen (Andrea Fadani) 16.06.2019 10:38
Vielen Dank für die ersten Bilder aus Japan. Das sieht richtig gut aus. Viele Erfolg beim ersten Konzert.

Fantastischer Start 🛫 (Kerstin Seifert) 15.06.2019 16:56
Wir freuen uns, an eurer Reise via Bilder und Berichte teilhaben zu können, und wünschen euch eine wundervolle, unvergessliche Zeit in Japan 🇯🇵

Tolle Geschichte (Annegret Straub) 29.05.2019 16:58
Eine beeindruckende Reise. Ich wünsche weiterhin interessante Reise.
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