Wenn Triangel auf Dudelsack trifft – Familienorchester 2026
Am 17. und 18. April 2026 war es wieder so weit: Das Familienorchester ging in die zweite Runde – und bewies eindrucksvoll, dass gemeinsames Musizieren keine Altersgrenzen kennt. Von den Kleinsten bis zu den Großeltern waren alle vertreten, und eines hatten sie gemeinsam: jede Menge Freude am Musizieren.
Das Instrumentenangebot ließ kaum Wünsche offen. Streicher, Bläser, eine Harfe und sogar ein galizischer Dudelsack fanden ihren Platz im Ensemble – eine Kombination, die man nicht alle Tage hört. Geleitet wurde das bunte Klangabenteuer von Alexander Adiarte und Ulrike Fromm-Pfeiffer, die mit viel Feingefühl dafür sorgten, dass wirklich jede und jeder mitspielen konnte. Die Stücke (Amazing Grace / Händel Bourree / Cielito lindo) wurden so ausgewählt und angepasst, dass alle passende Noten fanden – ganz ohne musikalischen Stress, dafür mit umso mehr Spielfreude. Selbst die jüngsten Teilnehmenden konnten aktiv mitwirken und mit der Triangel musikalische Akzente setzen.
Der krönende Abschluss folgte beim Konzert in der Auferstehungskirche in Stuttgart-Rot, die einen besonderen Rahmen für diese Veranstaltung bot. Bereichert wurde das Konzert noch mit zwei Stücken für Gitarrenensemble- Felicia Flothof, Hanna Fischbach, Yfei Yin, Marlene Vogel der Gitarrenklasse Claudia Schwanhäußer und zwei Streichquartettstücken gespielt von Louise Levallois, Lucia Rüdel, Violinen- Paula Oßwald, Viola und Mathilde Cano, Violoncello, die ihr für Jugend musiziert einstudiertes Programm noch einmal in diesem schönen Rahmen für uns alle gespielt haben.
Hier wurde deutlich: Wenn Generationen gemeinsam musizieren, entsteht etwas ganz Besonderes – ein Klang, der nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen erreicht.
Oder, um es mit Platon zu sagen: „Die Musik […] gibt dem Universum Seele, dem Geist Flügel, der Fantasie Flug, der Traurigkeit einen Zauber, der Fröhlichkeit und dem Leben alles.“ Treffender hätte man es kaum formulieren können.
Am Ende waren sich alle einig: Gemeinsam musizieren macht einfach mehr Spaß als alleine. Und so bleibt nur noch eine Frage offen – wie lange dauert es eigentlich noch bis zum nächsten Familienorchester?
Text: Sigrun Hönisch-Nixdorf




