5 Fragen an Elisabeth Wieland, Lehrkraft für Oboe
Willkommen, Elisabeth!
Ich freue mich sehr, dich als neue Oboenkollegin an der Stuttgarter Musikschule begrüßen zu dürfen. Seit April unterrichtest du hier Oboe und trittst damit die Nachfolge von Nico Winandy an, der über viele Jahrzehnte die Fächer Oboe und Blockflöte geprägt hat.

Damit unsere Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen dich etwas besser kennenlernen können, möchte ich dir ein paar Fragen stellen:
Wie hat die Oboe ihren Weg zu dir gefunden – und wann war klar: Das ist mein Instrument?
Die Oboe habe ich bei einer Instrumentenvorstellung kennengelernt. Da ich zuvor schon Blockflötenunterricht hatte und die Griffe von Oboe und Blockflöte ähnlich sind, konnte ich auf der Oboe gleich ein paar Töne spielen, was mir gut gefallen und mich für das Instrument begeistert hat.
Ich habe zum ersten Mal darüber nachgedacht Oboe zu studieren, als ich mit anderen Jugendlichen aus verschiedenen Donauländern im Rahmen des 1. internationalen Donaufests in Ulm in einem Projektorchester spielte und die große C-Dur Sinfonie von Franz Schubert einstudierte und zur Aufführung brachte. Der „Spirit“ dieses Orchesters war unglaublich ansteckend, geradezu elektrisierend.
Stell dir vor, jemand hat noch nie eine Oboe gehört: Wie würdest du ihren Klang in einem Satz beschreiben?
Der Klang der Oboe ist für mich zugleich strahlend, warm und weich.
Was begeistert dich am Unterrichten immer wieder aufs Neue?
Die Begegnung mit den SchülerInnen begeistert mich immer wieder aufs Neue, die Schülerinnen und Schüler bringen selbst so viel Energie, Neugier und Ideen mit, dass wir in einem ständigen Ping Pong gemeinsam tolle Ziele erreichen.
Gibt es ein Stück, das dich schon lange begleitet und das du besonders gerne spielst?
Ich liebe die Passionen und Oratorien von Johann Sebastian Bach und freue mich jedes Mal, wenn ich die Gelegenheit bekomme bei einer Aufführung mitzuwirken.
Was möchtest du jungen Menschen durch die Musik mitgeben, das weit über Noten und Technik hinausgeht?
Vor allem möchte ich jungen Menschen Vertrauen in sich selbst und in ihre Fähigkeiten mitgeben, genauso wie die Liebe zur Musik und die Freude am Musizieren mit anderen.
Das Interview führte Kirsty Wilson
Text: Kirsty Wilson
Foto: Guido Beck



